


Die Idee des Power-Nappings - oder deutsch "Energieschlaf" - findet seinen Ursprung in der Evolution. Jedes Lebewesen hat Ruhe-Aktivitäts-Rhythmen, so auch der Mensch. Der natürliche Einfluss des Lichts bewirkt, dass die Innere Uhr in der Nacht den Organismus auf "Ruhemodus" einstellt, aber auch in der Mitte des Tages - zur sechsten Stunde = Siesta. Neuerdings bürgern sich Begriffe wie " Fressnarkose " und "Suppenkoma" ein.
Das Power-Napping hat im Gegensatz zum Mittagsschlaf den Ursprung in der postindustriellen Gesellschaft. Die globalisierte 24-Stunden-Gesellschaft entkoppelt die natürlichen Rhythmen mit dem sozialen Leben. Es wird auch in der Nacht gearbeitet (oder gefeiert), tagsüber wird vermehrt physische und psychische Dauerleistung gefordert.
Das Streben nach optimaler Leistungsfähigkeit, aber auch die Lust, das Leben in vollen Zügen zu genießen, hat den kurzen Energieschlaf salonfähig gemacht. In 10 bis 30 Minuten, also genau in der Zeit, die für das Einschlafen benötigt wird, ist optimale Regeneration möglich, wenn das Mittagstief zuschlägt. In dieser Einschlaf-Phase wird Geist und Körper neu aufgeladen.
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