


Zu kurz für Effekt?
Viele kennen und nutzen den erfrischenden Effekt eines kurzen Nickerchens, obwohl die meisten Schlafforscher behaupten, dass fünf bis zehn Minuten zu kurz seien, um einen Effekt zu erzielen. Olaf Lahl von der Universität Düsseldorf hat nun mit Studenten Gedächtnistests angestellt, bei denen sich die Probanden Wörter merken sollten.
Ein Teil der Studenten durfte vor am Start der Tests für fünf Minuten - aber nicht mehr - einnicken, der Rest blieb wach. Das Ergebnis: Die Kurzschläfer lieferten signifikant bessere Resultate ab als die Nichtschläfer (Journal of Sleep Research, Bd. 17 S. 3).
Tabula rasa im Schnelldurchlauf
Nachdem der Schlaf trotz der Kürze einen klaren Effekt zeigte, vermutet Lahl nun, dass der Vorgang des Einschlafens und nicht der Schlaf selbst für die positiven Wirkungen verantwortlich ist.
Robert Stickgold von der Harvard University formuliert gegenüber der Zeitschrift "New Scientist" folgende Überlegung: Jeder kenne aus eigener Erfahrung die seltsamen Gedanken, die während der Phase des Einschlafens auftreten. "Es ist, als würde das Gehirn Gedankenmaterial aussieben und sich für neue Aufgaben vorbereiten."
http://science.orf.at/science/news/150866
http://www.scienceticker.info/2008/04/04/nickerchen-fuer-das-gedaechtnis/



