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Mut zum Schlafen

Nur wenige haben den Mut zu schlafen, wann sie müde sind. Die meisten schlafen, wenn man es von ihnen erwartet.
Theodor Fontane (1819 - 1898)

Die Zukunft der Arbeit

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Gesundes Gewicht braucht genug Schlaf

Schlafender Junge: Bett statt TV schützt vor Übergewicht (Foto: Flickr/London)Bremen (pte022/15.11.2011/13:15) - Kinder, die weniger als neun Stunden schlafen, sind doppelt so anfällig für Übergewicht wie die elf-Stunden-Schläfer. Schlafen sie hingegen zwischen neun und zehn Stunden, erhöht sich das Risiko um den Faktor 1,3. Neben Bewegungslosigkeit und ungesundem Essen steht somit auch die Schlafdauer im engen Zusammenhang mit dem Körpergewicht, zeigt die von der EU geförderte Studie "IDEFICS" http://ideficsstudy.eu/ zum präventiven Lebens- und Ernährungsstil von über 16.000 zwei- bis zehnjährigen Kindern in acht Ländern. Ein Teil der Ergebnisse wurde heute, Dienstag, in Bremen präsentiert.

Müder Stoffwechsel

Die Schlafdauer der Kinder Europas variiert sehr stark, wobei sie in Süd- und Osteuropa grundsätzlich kürzer ist als im Norden. Estnische Kinder schlafen neun bis zehn Stunden, belgische mehr als elf. Die Schlaflänge wird jedoch kaum von Jahreszeit, Tageslänge, Bildungsstand der Eltern, Lebensstil oder bereits bestehendem Übergewicht beeinflusst. Denkbar - jedoch nicht von IDEFICS untersucht - ist, dass Kultur- und Umweltfaktoren mitspielen, wie etwa unstrukturierte und flexible Bettgehzeiten.

Für die Frage, warum zu wenig Schlaf das Gewicht von Kindern nach oben treiben kann, gibt es bisher nur indirekte Hinweise. "Plausibel ist am ehesten der Umstand, dass Schlafmangel Stoffwechsel-Veränderungen auslöst und dabei die hormonelle Regulation der Energiebalance stört. Schläft jemand ständig zu wenig, lässt die Zucker-senkende Wirkung des Insulins nach, was Insulinresistenz und in weiterer Folge Diabetes und auch Übergewicht begünstigen kann", erklärt IDEFICS-Koordinator Wolfgang Ahrens von der Uni Bremen http://www.bips.uni-bremen.de/ gegenüber pressetext.

 

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